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Visionäre Worte von Alfred Herrhausen über das ZU-Ende-Denken.

 

Alfred Herrhausen, der ehemalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, hat in seinem vermutlich letzten Interview, wenige Wochen vor seiner Ermordung,  unserem Volk  und der Welt einen erstaunlichen Denkanstoß hinterlassen.

 

In dem Inerview mit Gero von Boehm, das am 20.10.1989 von der ARD gesendet wurde, ging  es primär um konkrete Zeit- und Wirtschaftsfragen. Herrhausen sprach aber letztlich von seiner Art des Denkens, seines Umgangs, mit den komplexen

 

Herausforderungen  moderner Wirtschaftssysteme:

 

 "Wir müssen die Dinge zu Ende denken, müssen versuchen, dem Sachverhalt gerecht zu werden, eine Identität herstellen zwischen unseren Denkmustern und der Realität. Darin liegt eine gewisse Radikalität unserer Forderung. Und ich glaube, wenn wir das tun, kommen wir auch zu den richtigen Schlußfolgerungen. Es mag sein, daß das vordergründig eine Eingrenzung, Einengung - auch von geschäftlichen Möglichkeiten - bedeutet, in dem Sinne, wie Sie es sagen, weniger Konsum und weniger Expansion und weniger Wachstum. Aber wenn Sie sich mal umschauen auf der Welt, gibt es ja immer noch große Regionen, in denen nicht einmal das Existenzminimum erreicht ist. Und ich meine, das müssen wir den Menschen schon noch zubilligen, auch unter ökologischen Gesichtspunkten. Es bleiben also in vielen anderen Bereichen durchaus große geschäftliche Möglichkeiten -  vielleicht gerade dann, wenn wir diese, wie Sie es nennen, radikale Umkehr oder diesen radikalen Einhalt praktizieren."

 

Zur erforderlichen Änderungsbereitschaft meint Herrhausen:

 

"Wir müssen in der Tat ständig danach suchen, unsere eigenen Ideen und Konzepte der Prüfung, der weiteren Entwicklung zu unterwerfen und bereit sein, sie zu ändern. Sonst können wir nicht lernen, sonst stehen wir auf dem Standpunkt, eine Weisheit ein für allemal erreicht zu haben, und dies widerspricht aller historischen Erfahrung. 

 

 Zum Zeitfaktor des Zu-Ende-Denkens sagt er:

 

"Die meiste Zeit geht dadurch verloren, daß man nicht zu Ende denkt. Wenn man diszipliniert zu Ende denkt, gewinnt man Zeit, verliert sie nicht. Das ist die Erfahrung, die ich immer wieder mache."

 

 

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